Die 7 besten Kräuter zur Reinigung der Nieren

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Die Niere ist ein rotbraunes Organ, das im Körper paarweise vorkommt und in der Form einer Bohne ähnelt. In der Regel beträgt ihr Längsdurchmesser zehn bis zwölf Zentimeter, der Querdurchmesser fünf bis sechs Zentimeter und die Dicke ungefähr vier Zentimeter. Eine Niere wiegt etwa 120 und 200 Gramm, wobei die rechte in der Regel etwas kleiner und leichter ist als die linke. Im menschlichen Körper befinden sich die Nieren zwischen der Hinterwand des Bauchfelles und der Rückenmuskulatur. Dabei reichen sie ungefähr von dem zwölften Brustwirbel bis zum dritten Lendenwirbel. Aufgrund der Leber, die in direkter Nachbarschaft zur rechten Niere liegt, befindet sich diese im Schnitt etwa 2 cm tiefer als die Linke.

Die Nieren übernehmen im Körper unzählige Funktionen. Die wichtigsten jedoch sind die Filterung des Blutes und die Ausscheidung von giftigen Substanzen. Vor der eigentlichen Ausscheidung über die Harnröhre filtert die Niere Blut welches durch die Kapillarschlingen des Nierenkörperchens fließt und bildet in mehreren komplexen Schritten den Primär- und Sekundärharn. Neben der Urinbildung ist die Niere aber auch verantwortlich für die Bildung der Hormone Renin und Erythropoetin. Das Renin hat eine blutsteigernde Wirkung. Das Erythropoetin ist ein Eiweißhormon das die Neubildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark steigert. So wird dieses bei Sauerstoffmangel vermehrt ausgeschieden, was zur Folge hat, dass durch die gesteigerte Bildung des Blutes mehr Sauerstoff im Blut transportiert wird. Darüber hinaus übernehmen die Nieren weitere Funktionen wie etwa die Regulierung des Blutdrucks, des Wasser- und Salzhaushaltes sowie des Säure-Basen-Haushaltes.

Eine Störung der Funktion der Niere könnte auf Dauer zu Krankheiten wie zum Beispiel Wasseransammlungen im Gewebe, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Darüber hinaus kann eine gestörte Nierenfunktion Störungen des Nervensystems, des Knochenstoffwechsels sowie Blutarmut auslösen. Ein zu hoher Blutdruck stört die Nierenfunktion auf Dauer, da die Nierengefäße geschädigt werden. Im schlimmsten Fall können die Nieren dann ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Giftige Stoffe sammeln sich im Körper an, so dass das Blut dann durch die Blutwäsche, bzw. Dialyse gereinigt werden muss, um eine lebensgefährliche Vergiftung zu verhindern.

Du siehst also wie wichtig die Nieren für unseren Körper sind. Unterstützen kannst du die Funktion der Niere in dem du genug Flüssigkeit trinkst und hydratisiert bleibst. Darüber hinaus gibt es natürliche Kräuter, die neben einer gesunden Ernährung helfen können die Niere gesund zu halten. 7 Davon stellen wir euch heute vor.

1 Petersilie

petersilie
Bildquelle: YARUNIV Studio/Shutterstock.com

Petersilie gehört zu den besten Lebensmitteln, um die Nieren zu entgiften. Die Verbindungen Apiol und Myristicin die in Petersilie enthalten sind helfen, überschüssiges Wasser aus dem Körper zu beseitigen, was die Erzeugung vom Urin anregt und die Arbeitsbelastung der Nieren erleichtert. Für die Entgiftung empfiehlt sich ein selbst gemachter Tee, wovon du mehrere Tassen am Tag für etwa 1 Woche trinken kannst. Für die Zubereitung fügst du einen Esslöffel frische, zerriebene Petersilie in kochendes Wasser. Die Petersilie lässt du für 5 Minuten ziehen und siebst dann ab. Wegen der entgiftenden und uteruserregenden Wirkung der Petersilie sollte der Tee während einer Schwangerschaft nicht konsumiert werden.

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2 Löwenzahnwurzel

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Bildquelle: DUSAN ZIDAR/Shutterstock.com

Der hohe Gehalt an Natrium in der Löwenzahnwurzel hilft, angesammelte Giftstoffe im Körper zu beseitigen und regt die Nieren an diese Giftstoffe, Salz und überschüssiges Wasser auszuscheiden. Aufgrund der harntreibende Wirkung wird der Köper von überschüssiger Flüssigkeit befreit und hilft damit einen Bluthochdruck zu reduzieren und Leberprobleme zu verbessern. Um beste Resultate zu erzielen, konsumiere 2 Tassen Löwenzahnwurzeltee 2 mal am Tag über mehrere Wochen. Für deinen Tee nimmst du: 2 Teelöffel getrocknete Löwenzahnwurzel und legst diese für 5-10 Minuten in kochendes Wasser. Danach siebst du die Wurzeln ab und trinkst deinen Tee direkt. Da die Löwenzahnwurzel mit verschiedenen Medikamenten interagieren könnte, solltest du vorher einen Arzt aufsuchen und um Rat fragen.

3 Eibisch

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Bildquelle: shansh23/Shutterstock.com

Ein anderes Kraut, welches auch harntreibend wirkt, ist Eibisch. Eibisch-Wurzeln helfen deinen Nieren, deinem Ausscheidungstrakt und sind gut für die Blase. Der Konsum von Eibisch-Wurzeltee unterstützt somit die Reinigung vieler wichtiger Organe. Nehme einen Teelöffel getrockneter Eibisch-Wurzel und lasse diese für 8-10 Minuten in heißem Wasser ziehen. Die besten Erfolge erzielst du, wenn du täglich 2 Tassen über eine Woche trinkst. Eibisch empfiehlt sich nicht, wenn du schwanger bist, stillst oder Diabetes hast.

4 Ingwer

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Bildquelle: Sensay/Shutterstock.com

Auch Ingwer ist ein hervorragendes Mittel zur Unterstützung der Reinigung der Nieren. Daneben hat Ingwer allerdings viele Vorteile für den ganzen Körper. Er hilft Giftstoffe aus den Nieren zu spülen und hat einen positiven Einfluss auf die Leber und die Verdauung. Darüber hinaus hilft Ingwer bei Blähungen, stärkt das Immunsystem und kann aufgrund seiner wärmenden Wirkung bei Erkältungen eingesetzt werden. Koche 2 Teelöffel von frischem Ingwer für 10 Minuten in 2 Tassen Wasser auf und genieße deinen Tee. Für mehr Genuss und um dem Ingwer die leichte Schärfe zu nehmen kannst du Honig und Zitronensaft hinzufügen. Trinke den Ingwer-Tee 2-3 Mal täglich. Menschen mit Hepatitis sollten keinen frischen Ingwer konsumieren, da die in Ingwer vorkommenden Gingerole die bereits eingeschränkte Leberfunktion beeinträchtigen.

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5 Kurkuma

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Bildquelle: Daniel Stewart Lustig/shutterstock.com

Kurkuma ist sehr hilfreich bei Nierenbeschwerden. Das in Kurkuma enthaltene Kurkumin besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, hilft die Leber zu entgiften und die Nieren zu reinigen. Hierbei wird insbesondere der schädliche Einfluss freier Radikale verhindert, so dass sich die Nieren normalisieren. Da Kurkumin auch die von der Lipidperoxidation verursachte Nierenschädigung verhindern kann, wird es ebenso bei der Heilung aber auch präventiv eingesetzt. Verrühre einen Teelöffel rohen Ingwersaft, den Saft einer halben Zitrone, ein wenig Cayenne-Pfeffer und ein wenig Honig in einer Tasse mit warmem Wasser. Wenn du dieses Getränk täglich über mehrere Wochen trinkst werden nicht nur deine Nieren gereinigt, sondern dein ganzer Körper profitiert davon.

6 Sellerie

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Bildquelle: jiangdi/Shutterstock.com

Sellerie enthält spezielle Nährstoffe, welche die Nierenfunktion stimulieren. Er wirkt als natürliches Diuretikum, fördert die Harnproduktion und hilft Toxine und schädliche Stoffe aus dem Körper zu beseitigen. Bei regelmäßigen Verzehr können darüber hinaus Nierensteine und Infektionen verhindert werden. Um die Nierenfunktion anzuregen, solltest du täglich mehrere Wochen 1 Glas frisch zubereiteten Selleriesaft trinken.

7 Mais-Seide

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Bildquelle: Boryana Manzurova/Shutterstock.com

Ein weiteres harntreibendes natürliches Mittel ist Mais-Seide, oder auch Corn-Silk genannt. Diese hilft dem Körper mehr Urin zu produzieren, was wiederum dazu führt, dass dein Körper sich von Schadstoffen und Toxinen befreit. Mais-Seide ist aber auch ein hervorragendes Heilmittel bei der Behandlung von Blaseninfektionen, Nierensteinen und Harnwegsinfektionen. Gebe 2 Teelöffel trockene Mais-Seide in eine Tasse. Übergieße diese mit heißem Wasser und lasse die Mais-Seide für 10-15 ziehen. Anschließend siebst du die Seide ab. Für maximale Erfolge konsumiere diesen Tee 2 bis 3 mal am Tag. Stelle unbedingt sicher, dass du neben deinem Mais-Seide-Tee auch andere Flüssigkeiten zu dir nimmst. In einzelnen Fällen kann Mais-Seide mit Medikamenten wechselwirkend reagieren.

Solltest du typische Symptome einer Nierenerkrankung, wie zum Beispiel: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, allgemeines Schwächegefühl, blasse oder gräuliche Hautfarbe, Atemnot, Wasseransammlungen (vor allem in den Beinen), ein metallischer Geschmack im Mund sowie einen starken säuerlicher Körpergeruch, kolikartige Rückenschmerzen, oder auch Verfärbungen des Harns oder eine verminderte Ausscheidung feststellen, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Diesen solltest du auch konsultieren, bevor du die Kräuter in deine täglichen Mahlzeiten integrierst. Unter Umständen sind diese nicht geeignet, da sie mit bestimmten Medikamenten wechselwirkend reagieren könnten.

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